Schottlandurlaub mit Ela im Oktober 2001

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13.10.2001

    Wehmütig nehmen wir heute morgen Abschied vom Häuschen, von der Portree Bay, dem Hafen und von Portree und machen uns auf den Weg in den Süden der Insel. In Sconser entdecke ich plötzlich das Schild "Scenic Route to Bradford" und sofort biegen wir von der Hauptstraße auf diese schmale, holprige Single Track Road ab und sind völlig ünerrascht was sich uns dort für Anblicke bieten - wenn man Zeit hat ist das eine wunderbare Alternative zu der geschäftigen Hauptstraße. Hinter Broadford biegen wir ab nach Sleat in Richtung Armadale - auch hier ist die Straße mittlerweile sehr breit und gut ausgebaut - ich bedaure das ein wenig, denn ich liebe diese alten schmalen Single Track Roads.Wir biegen ab nach Tarskavaig und blicken von der Westseite von Sleat noch einmal hinüber auf die mächtigen Kulissen des Bla Bheinn und der Black Cuillins - leider werden wir auf dieser Fahrt häufig von Regenschauern überrascht, die aber genauso schnell wieder von Sonnenschein abgelöst werden, was uns heute zum Abschied jede Menge Regenbögen beschert! Für Armadale Castle haben wir leider keine Zeit mehr - die CalMac nach Mallaig liegt bereits am Pier und mit Abschiedsschmerz im Herzen fahren wir auf die Fähre. Ein paar letzte Blicke zurück und 20 Minuten später legen wir schon in Mallaig an, erleben eine Trauerprozession zu der ganz Mallaig auf den Beinen ist und machen uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel Morar Beach und Arisaig. Feine weiße Sandstrände erwarten uns hier und für Arisaig mit seinen weitläufigen Buchten und Dünen haben wir den Rest des Nachmittags eingeplant - wir möchten sozusagen ein wenig auf den Spuren von "Local Hero" wandeln. Dort erwartet uns denn auch mal wieder "Muschelsucher's Paradise" und wir wandern langsam von Bucht zu Bucht, sammeln die schönsten Muscheln, sehen immer wieder Skye am Horizont liegen und genießen einfach das schöne Wetter. Bei der Ersteigung des letzten Hügels falle ich unvermittelt mit dem rechten Bein in ein Kaninchenloch, am Horizont zieht eine CalMac von Armadale nach Mallaig unter einem Regenbogen dahin und auch in den Buchten von Arisaig gibt es wieder Seehunde zu beobachten. Man bietet uns noch einen atemberaubenden Sonnenuntergang und dann verabschieden wir uns.

    Langsam machen wir uns auf in Richtung Corpach (bei Fort William), wo wir ein letztes Mal übernachten werden. Auf dem Weg dorthin halten wir natürlich nochmal am Glenn Finnan Monument, bewundern den einsamen Clansman, der dort auf dem Turm steht als Sinnbild für die Clans der Highlands, die damals Ihrem "Bonnie Prince Charlie" bis ins Verderben von Culloden gefolgt sind. Spät am Abend treffen wir in unserem B&B in Corpach ein und fallen, nachdem unser Hauswirt noch das Frühstück für den nächsten Morgen gebracht hat, todmüde auf die Betten - was uns erstmal wieder in lautes Gelächter ausbrechen läßt, da meines laut und vernehmlich quakt wie ein Frosch..... Aber binnen kürzester Zeit sind uns die Augen zugefallen!

14.10.2001

    Mitten in der Nacht - um 5 Uhr morgens - brechen wir auf - fahren durch ein dunkles, schlafendes Fort William, hinein in die Highlands. Es ist eine schweigsame Fahrt - beide hängen wir unseren Gedanken an die wunderschönen letzten Tage nach. Im Glencoe ist wie immer schlechtes Wetter und Rannoch Moor liegt still und einsam und sehr verwunschen da - man sieht die Dämmerung heraufziehen - schade daß wir keine Zeit haben, es verspricht einen wunderschönen Sonnenaufgang zu geben.

    Am Loch Lomond halten wir aber dann doch an - der See liegt da im Morgendämmer wie ein Spiegel - faszienierende Bilder, bei denen man nicht weiß was oben und unten ist entstehen und diese einzigartige Morgenstimmung macht uns den Abschied nicht gerade leicht. Aber unser Flieger wartet nicht....

    Pünktlich kommen wir in Prestwick an, geben unser Auto zurück und cheken ein - lange Schlangen mit vielen Golftaschen und Pfadfinderzelten und Rucksäcken hätten mich eigentlich warnen sollen - aber zu spät schon habe ich unser gesamtes Gepäck aufs Band geladen, weil ich das bisher von Ryanair so gewohnt war und habe leider ziemlich viel Übergepäck bezahlen müssen - da half auch das größte Debattieren nicht - sie haben mir richtig viel Geld abgeknöpft - nun und so habe ich zu Hause jetzt die teuerste Muschelsammlung der Welt!

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